04.04.2019

Michael Gohn als Obmann der Saatgut Austria wiedergewählt

Die Mitglieder von Saatgut Austria haben Michael Gohn von der Probstdorfer Saatzucht als Obmann wiedergewählt. Er will als Vizepräsident der Europäischen Saatgutvereinigung (ESA) künftig das Bindeglied zwischen europäischen und österreichischen Pflanzenzüchtern sein und so das internationale Ansehen der heimischen Züchter weiter ausbauen. Auch seine Stellvertreter Johann Blaimauer (RWA Raiffeisen Ware Austria), Johann Birschitzky (Saatzucht Donau) und Erich Schwarzenberger (Samen Schwarzenberger) wurden bestätigt.

Resistente Sorten ermöglichen Einsparungen bei Betriebsmitteln

Auf Saatgut Austria und die heimischen Züchter kommen künftig wichtige Aufgaben und große Herausforderungen zu, wie Gohn betont: „Der Klimawandel sowie der damit verbundene Anstieg der Hitzetage verlangen klimafitte und stressresistente Sorten. Nur so kann die Landwirtschaft ihrer Aufgabe der ausreichenden Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigen Nahrungsmitteln nachkommen. Projekte wie Ecobreed oder Klimafit - das gemeinsam mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) initiiert wurde - sollen dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Aber auch die Resistenzzüchtung gewinnt an Bedeutung, denn damit erreichen wir eine nachhaltige und schonende Landwirtschaft und ermöglichen den Bauern Einsparungen bei anderen Betriebsmitteln. Diese beiden Bereiche werden künftig sicherlich einen höheren Stellenwert einnehmen, dementsprechend wollen wir hier Innovationen vorantreiben.“

Landwirte profitieren von Innovationskraft heimischer Züchter


Gleichzeitig soll der Nutzen der Pflanzenzüchtung einer breiten Öffentlichkeit vermittelt und der Aufwand der Züchtungsarbeit dargestellt werden. „Die Entwicklung neuer Sorten verlangt den Einsatz aufwendiger Züchtungsmethoden sowie eine kostenintensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit über zehn bis 15 Jahre. Bis zur Zulassung kostet eine Sorte zwischen 1 und 2 Mio. Euro“, unterstreicht Gohn. „Dadurch gewährleisten die heimischen Züchter regionale Arbeitsplätze, Wertschöpfung sowie Innovationskraft, die den österreichischen Landwirten zugutekommt: mit gesunden, widerstandsfähigen und stresstoleranten Pflanzen.“ (aiz)