04.11.2019

Kartoffelmarkt: Ernte im Inland praktisch abgeschlossen

Die Situation am österreichischen Kartoffelmarkt zeigt wenig Veränderung. Die Ernte ist nunmehr in Niederösterreich und auch in den anderen Bundesländern abgeschlossen. Die Lager der Händler sind gut gefüllt, wobei weiterhin Kartoffeln von den Landwirten angeliefert werden. Teilweise bestehen heuer wieder Qualitätsprobleme durch Krankheits- und Schädlingsbefall, aber in deutlich geringerem Ausmaß als im Vorjahr, teilt die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau mit.

Die Vermarktung von Kartoffeln aus Niederösterreich gestaltet sich derzeit sehr ruhig. Beim Verkauf im Inland steht die regionale Produktion in den einzelnen Bundesländern im Fokus des Lebensmittelhandels. Das reduziert die benötigten Mengen aus Niederösterreich. Die Anfragen für Exporte nehmen zwar laufend zu, aktuell scheitern Abschlüsse aber zumeist noch am Preis. Bei den Erzeugerpreisen haben sich auch diese Woche keine Änderungen ergeben. In Niederösterreich wurde zu Wochenbeginn ein Preisband von 22 bis 28 Euro/100 kg genannt. Aus Oberösterreich wurden Erlöse von bis zu 28 Euro/100 kg gemeldet.

In Deutschland kommen die Kartoffeln zur Versorgung des Speisemarktes nach Abschluss der Ernte nun überwiegend aus Lägern. Dabei wird sowohl auf Ware aus Zwischenlägern als auch auf Vorräte für eine längerfristige Lagerung zurückgegriffen. Die Nachfrage nach Kartoffeln ist im Inland ausreichend vorhanden, aber auch die Lieferungen nach Ost- und Südosteuropa laufen in diesem Jahr bereits zügig. Da Ware aus den Zwischenlagern kurz nach der Ernte nicht immer ausgelagert werden kann, fällt die Versorgung derzeit zumindest regional knapp aus. Dem entsprechend werden für ausgekühlte Knollen in einwandfreier Qualität bereits Preisaufschläge bezahlt. Diese liegen im Bereich von 5 Euro/100 kg. Auch weitere Preisaufschläge werden für den Verlauf des Jahres nun nicht mehr ausgeschlossen. Im Bundesdurchschnitt haben die Notierungen etwas angezogen und liegen zwischen 18,50 und 20,00 Euro/100 kg. (aiz)