10.09.2019

Bauernbund feierte Erntedank im Herzen Wiens

„Im Herbst danken die heimischen Bäuerinnen und Bauern für die eingefahrenen Feldfrüchte des Sommers. Beim Erntedankfest und der Segnung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse im Wiener Augarten können viele Besucher diese Tradition hautnah miterleben. Dieses bäuerliche Fest im Herzen Wiens zeigt eindrucksvoll, was die Land- und Forstwirtschaft zu bieten haben“, erklärte Bauernbund-Präsident Georg Strasser im Rahmen der Veranstaltung, die alljährlich von der Österreichischen Jungbauernschaft und dem Wiener Bauernbund organisiert wird. Das Festgelände im Augarten verwandelt sich dabei in eine kulinarische Wohlfühloase.

Üblicherweise danken Bäuerinnen und Bauern im ganzen Land mit dem Erntedankfest dafür, dass Früchte, Gemüse und Getreide gut gewachsen sind. „Wir möchten die Menschen daran erinnern, dass gesunde und sichere Produkte nicht selbstverständlich sind. Gerade in Zeiten des Klimawandels sind Bauern immer öfter mit Ernteausfällen konfrontiert. Dürre, Hagelunwetter oder Hochwasser zerstören auf einen Schlag ganze Ernten“, so der Bauernbund-Präsident. Zufrieden ist er mit der Ernte des heurigen Sommers trotzdem. „Trotz Trockenheit und Schädlingsbefall haben wir zum Teil auch gute Ergebnisse eingefahren. Das schätzen wir und sind dankbar dafür“, erklärt Strasser. Auf der ganzen Welt bedanken sich die Menschen für die Erträge von ihren Äckern, Wiesen und Weingärten. Da die Erntezeit vom Klima abhängig ist, gibt es für das Erntedankfest keinen einheitlichen Termin.

Regionalität und Volkskultur in Wien

„Die Jungbauern haben sich um ein traditionelles und vielfältiges Programm bemüht. Besucher können einen Blick hinter die Kulissen werfen und sich durch kulinarische Gaumenfreuden kosten“, so Strasser. „Mir ist es wichtig, den Dialog zwischen Produzenten und Konsumenten sowie zwischen Stadt und Land zu verstärken. Es ist wesentlich, dass wir zeigen, wie gewissenhaft und bemüht die Bäuerinnen und Bauern die tägliche Arbeit auf den Höfen verrichten. Und es macht Freude, unsere traditionelle Volkskultur und die Bräuche in Wien zu präsentieren.“ Der gesellschaftliche Diskurs wird schwieriger, die Anforderungen an die bäuerliche Berufsgruppe wachsen. „Wir müssen daher mit den Konsumenten in Dialog treten und von der alltäglichen Hofarbeit erzählen“, so der Bauernbund-Präsident abschließend. (aiz)