03.09.2019

Kartoffelmarkt: Im Inland zeichnet sich leicht unterdurchschnittliche Ernte ab

Der österreichische Speisekartoffelmarkt startet ausgeglichen in den September. Die Haupternte nimmt nun schön langsam Fahrt auf. Noch sind aber nicht alle Bestände schalenfest, zudem sorgten hohe Temperaturen und trockene Böden in der letzten Woche noch für die eine oder andere Rodebehinderung. Mit dem Wetterumschwung zu Wochenbeginn dürfte sich die Situation aber vielerorts verbessert haben. Die einlangenden Ernteergebnisse untermauern die bisherigen Vermutungen zu der heurigen Kartoffelernte. Die Hektarerträge streuen in diesem Jahr überaus stark. In den niederösterreichischen Anbaugebieten gibt es Felder, wo nicht einmal 20 t pro Hektar geerntet werden. Aber es wird auch von guten Hektarerträgen mit über 30 t berichtet. In Summe dürfte sich eine leicht unterdurchschnittliche Brutto-Erntemenge abzeichnen, berichtet die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau.

Die Aussortierungen aufgrund von Drahtwurmbefall liegen bislang deutlich unter dem letzten Jahr. Zuletzt wurde vor allem im Marchfelder Raum verstärkter Drahtwurmbefall festgestellt. Die verfügbaren Angebotsmengen steigen saisonbedingt an. Mit den kühleren Temperaturen und dem Ende der Urlaubssaison werden auch wieder mehr Kartoffeln konsumiert. Die Erzeugerpreise bleiben weitgehend stabil. In Niederösterreich und dem Burgenland wurden zu Wochenbeginn als Tagespreis für vorwiegend festkochende Sorten meist 25 Euro/100 kg und für festkochende Sorten noch bis zu 30 Euro genannt. Für Einlagerungsware liegen die Preise teilweise auch etwas darunter. In Oberösterreich blieben die Preise mit 34 Euro/100 kg unverändert.

Der deutsche Speisekartoffelmarkt stand vergangene Woche unter dem Einfluss der trockenen Witterung mit Temperaturen über 30 °C. Einerseits mindert dies die Lust der Konsumenten auf Kartoffeln, andererseits sorgt das auch für Rodebehinderungen. An Einlagerung war unter diesen Bedingungen vielerorts nicht zu denken. Die Erzeugerpreise wurden dennoch nochmals gesenkt. Vielen Aufkäufern ist das aktuelle Preisniveau zum Einlagern noch zu hoch, da die Ertragsaussichten für 2019 zwar nicht berauschend sind, aber allenfalls besser als im letzten Jahr. Im Bundesdurchschnitt wurden zuletzt 23 bis 25 Euro/100 kg gezahlt. (aiz)