30.07.2019

BMNT: Treibhausgase 2018 in Österreich um 3,8% gesunken

Die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen sind in Österreich im Jahr 2018 um 3,8% gegenüber 2017 gesunken, wie aus der jährlichen Nahzeitprognose der Treibhausgasemissionen des Umweltbundesamtes hervorgeht. „Österreich muss diese Daten bis 31. Juli 2019 an die Europäische Kommission übermitteln“, so Nachhaltigkeitsministerin Maria Patek.

„Trotz des starken Wirtschaftswachstums von 2,7% im Jahr 2018 ist Österreich ein wichtiger Erfolg gelungen, die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen sind erstmals seit drei Jahren wieder gesunken“, betonte der für Klimaschutz zuständige Sektionschef des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus, Jürgen Schneider. Demnach wurden in Österreich im Jahr 2018 rund 79,1 Mio. t Treibhausgase emittiert. Gegenüber dem Jahr 2017 bedeutet das eine Abnahme von 3,2 Mio. t.

In der heimischen Landwirtschaft weist die NowCast-Berechnung eine durchschnittliche Treibhausgasreduktion von voraussichtlich 1,2% aus, die in erster Linie auf eine rückläufige Mineraldüngerverwendung (-1,9%) sowie einen verkleinerten Rinderbestand (-1,6%) zurückgeführt wird. Im Gebäudebereich hat sich der Verbrauch von Heizöl und Erdgas um 6,7% verringert und auch in der Abfallwirtschaft gab es einen weiteren Rückgang der Methanemissionen aus Deponien. Mit dem Umstieg auf Kühlmittel mit niedrigem Treibhausgaspotenzial gab es auch eine Abwärtsbewegung bei den fluorierten Gasen. Insgesamt verzeichneten Treibhausgasausstöße, die vom Emissionshandel umfasst sind (u.a. die produzierende Industrie), ein Minus von 2,2 Mio. t beziehungsweise 7,0%. Auch bei Treibhausgasausstößen, die nicht vom Emissionshandel umfasst sind (u.a. der Gas-, Heizöl-Verbrauch), kam es zu einer Senkung von 1,1 Mio. t beziehungsweise 1,9%. (aiz)