25.07.2019

Schmiedtbauer: Brauchen Solidaritätsfonds für Forstwirtschaft wegen Klimawandelschäden

„Ich begrüße die Initiative der EU-Kommission zum Schutz und zur Wiederherstellung der globalen Waldbestände, doch vermisse ich mehr konkrete Aktionen. Wir brauchen dringend eine neue, umfassende Forststrategie für die EU - die aktuelle stammt aus dem Jahr 2013 und hat einen Zielhorizont 2020. Denn Europas Wälder sind im Klimastress: In Mitteleuropa sehen wir, dass die Klimaverschlechterung den Zustand des Waldes verändert und neue Gefahren mit sich bringt. In vielen Regionen sind ganze Landstriche vom Borkenkäfer befallen, enorme Schadholzmengen sind die Folge. Das können die Waldbesitzer nicht mehr alleine stemmen. Daher fordere ich einen Solidaritätsfonds zur Abschwächung der Auswirkungen von Klimawandel-Folgeschäden in der Forstwirtschaft. Das muss bei den Verhandlungen für das langfristige EU-Budget 2021-2027 durchgesetzt werden“, erklärt Simone Schmiedtbauer, ÖVP-Europaabgeordnete und Mitglied des Agrarausschusses im EU-Parlament, zu dem am Dienstag von der Kommission präsentierten Strategiepapier.

„Gesunde und vitale Wälder sind weltweit ein Schlüsselfaktor für den Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft. Eine aktive sowie nachhaltige Forstwirtschaft und die nachhaltige Nutzung der Wälder sind daher grundlegende Faktoren für die Verwirklichung der Klimaziele. Wälder binden im Zuge ihres Wachstums das klimaschädliche CO2 aus der Atmosphäre und speichern dieses im nachwachsenden Rohstoff Holz“, unterstreicht Schmiedtbauer abschließend. (aiz)