16.07.2019

Problemwolf: Salzburger Almbauern stellen Antrag auf Entnahme

Das Wolfsproblem in Salzburg gewinnt weiter an Schärfe. Nach einem mittels DNA-Analyse bestätigten Wolfsriss vor ein paar Wochen wurden in den vergangenen Tagen weitere tote Tiere im Bereich der Tofernalm in Großarl gefunden. Das Rissbild weist eindeutig erneut auf den großen Beutegreifer als Verursacher hin. Die betroffenen Almbauern werden heute bei der Bezirkshauptmannschaft die Entnahme des Problemwolfes beantragen.

20 bis 25 Schafe, etwa ein Viertel der aufgetriebenen Herde, sind seit Anfang Juli vom Wolf gerissen worden, weitere zirka 20 Tiere werden vermisst. „Der Managementplan des Landes spricht von einem Problemwolf, wenn innerhalb eines Monats 25 Tiere getötet werden. Das ist hier der Fall. Daher unterstützen wir die betroffenen Almbauern, wo wir können“, betonte Landesrat Josef Schwaiger gestern Sonntag bei einem Zusammentreffen mit den Almbauern vor Ort.

Mittlerweile wurden die Tiere aus Sicherheitsgründen von der Tofernalm geholt. Der Antrag zur Entnahme des Problemwolfs wird in enger Abstimmung mit dem Wolfsbeauftragten Hubert Stock erfolgen.

Bezirkshauptmannschaft leitet Ermittlungsverfahren ein

Der Pongauer Bezirkshauptmann Harald Wimmer ist auf den Antrag zur Entnahme vorbereitet und betont: „Sobald er bei uns eingelangt ist, leiten wir ein Ermittlungsverfahren ein, prüfen die gesetzlichen Rahmenbedingungen und wickeln den Fall bescheidmäßig ab.“ (aiz)