04.06.2019

Maiszünsler-Monitoring auf warndienst.lko.at gestartet

Damit die österreichischen Landwirte dem Maiszünsler rechtzeitig entgegenwirken können, hat die Landwirtschaftskammer (LK) ein Monitoring des Schädlings auf warndienst.lko.at eingerichtet. In Zusammenarbeit mit der AGES werden mittels Lichtfallen das Auftreten des Falters und seine Entwicklung an Mais täglich bundesweit beobachtet und online auf einer Karte grafisch übersichtlich dargestellt. Die Monitoringkarte ist auf warndienst.lko.at ab sofort abrufbar (direkter Link https://warndienst.lko.at/maiszuensler+2500++1073814+6 629) und bietet die beste Möglichkeit, rechtzeitig Pflanzenschutzmaßnahmen gegen diesen Schädling zu setzen.

Gegenmaßnahmen

Eine biologische Bekämpfung ist mithilfe der Schlupfwespe möglich. Diese legt ihre Eier zu jenen des Maiszünslers. Die Larven der Schlupfwespe fressen dann die Maiszünslereier.

Eine chemische Behandlung empfiehlt sich zum Zeitpunkt des maximalen Larvenschlupfes in der ersten Junihälfte. Effektiv ist die Behandlung, solange sich die Larven nicht eingebohrt haben. Zugelassene Pflanzenschutzmittel finden Landwirte auf der Homepage der AGES unter https://psmregister.baes.gv.at/psmregister/faces/main?_afrLoop=414330475747762 &_afrWindowMode=0 &_adf.ctrl-state=1a7fe2sctd_4.

Ferner sollte darauf geachtet werden, die Stoppelreste über den Winter zu beseitigen. Dabei ist es notwendig, das Maisstroh und die Stoppel möglichst tief zu pflügen, um den Larvenschlupf zu unterbinden. Bei Auftreten des Falters ist eine solche Maßnahme sehr effizient, wenn alle Landwirte in der Region diese durchführen. Ebenso mindert eine frühe Ernte von Silomais die Anzahl der überwinternden Larven, da diese dort noch häufig im oberen Bereich der Pflanze minieren. (aiz)