04.06.2019

Maria Patek ist neue Landwirtschaftsministerin der Übergangsregierung

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat gestern Vormittag die neue Übergangsregierung unter der Leitung von Kanzlerin Brigitte Bierlein angelobt. Das zwölfköpfige Kabinett besteht großteils aus Beamtinnen und Beamten. Neue Landwirtschaftsministerin und damit Nachfolgerin von Elisabeth Köstinger ist Maria Patek (60). Sie war seit August 2018 Leiterin der Sektion „Forstwirtschaft und Nachhaltigkeit“ im Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus. Davor leitete sie die Sektion „Wasserwirtschaft“.

Patek ist seit 1983 im Landwirtschaftsministerium tätig. Die gebürtige Steirerin ist Diplom-Ingenieurin und hat ihr Studium der Forst- und Holzwirtschaft an der Universität für Bodenkultur abgeschlossen. Außerdem hat sie den MBA in Public Management an der Universität Salzburg gemacht.

In der Sektion „Forstwirtschaft und Nachhaltigkeit“ war Patek zuständig für folgende Abteilungen: Waldpolitik, Waldökonomie und Waldinformation; Nachhaltige Entwicklung und natürliche Ressourcen; Forstliche Rechtspolitik und Berufsqualifikation; Waldschutz, Waldentwicklung und forstliche Förderung; Wildbach- und Lawinenverbauung und Schutzwaldpolitik sowie für Nationalparks, Natur- und Artenschutz.

Nachhaltige Waldbewirtschaftung sichern

„Mich begeistern die vielfältigen Wirkungen des Waldes“, erklärte Patek, als sie im Vorjahr die Sektion Forstwirtschaft übernommen hatte. Es gehe "um die Sicherstellung einer multifunktionalen nachhaltigen Waldbewirtschaftung, was nur durch einen bestmöglichen Austausch und Ausgleich der vielfältigen Interessen gehen kann". Der Österreichische Walddialog habe diesbezüglich eine große Bedeutung, betonte sie.

Als ihr 2016 die Leitung der Sektion „Wasserwirtschaft“ übertragen wurde, legte sie den Fokus auf die nachhaltige Sicherung der Wasserressourcen als Lebensgrundlage und Lebensraum für Mensch und Natur. „Der Schutz des Wassers und der Schutz vor Wasser ist auch im Blickwinkel des Klimawandels von höchster Relevanz“, sagte sie damals.

Internationale Vorträge hielt Patek in der halben Welt - von Japan über China bis nach Argentinien. Sie war auch Präsidentin der Plattform Naturgefahren der Alpenkonvention sowie Initiatorin des internationalen Frauennetzwerkes im Naturgefahrenmanagement. Im Landwirtschaftsministerium agierte sie zwei Jahre lang als Beauftragte für Gender Mainstreaming. Patek ist verheiratet und zweifache Mutter. (aiz)