28.05.2019

Moosbrugger appelliert: Bauern-Anliegen nicht auf lange Bank schieben

„In der nun beginnenden zweiten Jahreshälfte geht es für unsere Bäuerinnen und Bauern um sehr viel: Das Amt des Landwirtschaftsministers wird ebenso mit einer neuen Person besetzt werden wie das des EU-Agrarkommissars. Inhaltlich müssen wir in Österreich rasch mit dem GAP-Strategieplan die Weichen für eine neue EU-Agrarpolitik stellen. Die Übergangsregierung darf die begonnene Steuerreform und die in Aussicht gestellten Entlastungen für die Landwirtschaft ebenso wenig auf die lange Bank schieben, wie das 'Erneuerbaren Ausbau Gesetz', die Reform der Sozialversicherungen und die Herkunftskennzeichnung“, verlangte LK Österreich-Präsident Josef Moosbrugger. „Auch in Brüssel müssen die Bäuerinnen und Bauern stark vertreten sein, denn dort werden jetzt für sieben Jahre EU-Maßnahmen und GAP-Budgetmittel beschlossen. Darüber hinaus muss darauf geachtet werden, dass die Landwirtschaft im Rahmen der laufenden Mercosur-Verhandlungen nicht unter die Räder kommt. Außerdem gilt es, die Zusage der Bundesregierung abzusichern, der heimischen Landwirtschaft mögliche EU-Budgetkürzungen auszugleichen“, so Moosbrugger.

Dank an Köstinger und Kurz

Gleichzeitig dankt Moosbrugger im Namen der österreichischen Bäuerinnen und Bauern Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger und Bundeskanzler Sebastian Kurz: „Beide haben in den letzten eineinhalb Jahren Bedeutendes für die heimischen Bauernfamilien erreicht. Ob das eine sofortige spürbare Hilfe und der Ausbau der Risikovorsorge bei Naturkatastrophen (Stichwort Dürrepaket), die Initiative für sichere Almen, die Regelung für die Biomasseheizkraftwerke oder die vorgeschlagene Steuerreform waren - in allen Fällen hat die Regierung gezeigt, dass sie weiß, wo die Bauern der Schuh drückt und rasch gehandelt. Daher gilt beiden unser Dank“, erklärt Moosbrugger.

Bauern bieten Zusammenarbeit an

„Die bäuerliche Interessenvertretung bietet der künftigen Übergangsregierung, die bis zur Bildung einer neuen Regierung nach den Nationalratswahlen im Herbst 2019 im Amt sein wird, die Zusammenarbeit an. Wir gehen sicherlich offen und zur Kooperation bereit auf die neuen Personen in der Regierung und speziell im Landwirtschaftsministerium zu und wollen so gemeinsam Positives für unsere bäuerlichen Familien und den gesamten ländlichen Raum erreichen“, so Moosbrugger. (aiz)