02.05.2019

Höhere Importe an pflanzlichen Nahrungs- und Futtermitteln in der Saison 2017/18

Die pflanzliche Produktion in Österreich sank im Wirtschaftsjahr 2017/18 um insgesamt 6% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Jahres, obwohl deutlich mehr Wein und Obst erzeugt wurden. Zur Deckung des Inlandsbedarfs waren Mehrimporte von Getreide und Kartoffeln notwendig. Das geht aus den aktuellen Versorgungsbilanzen der Statistik Austria hervor.

Die heimischen Bauern haben in der Saison 2017/18 insgesamt 4,86 Mio. t Getreide (-15%), 336.900 t Obst (+61%), 670.600 t Gemüse (-3%), 653.400 t Kartoffeln (-15%), 383.000 t Ölsaaten (-2%) und 2,99 Mio. t Zuckerrüben (-15%) geerntet. Zusätzlich wurden 2,49 Mio. hl Wein (+27%) erzeugt.

Um den Bedarf der österreichischen Bevölkerung zu decken, wurden 2,93 Mio. t Getreide (+14%), 1,50 Mio. t Obst und Gemüse (-2%), 295.900 t Kartoffeln (+14%), 757.500 hl Wein (-16%), 594.800 t Ölsaaten (-4%) sowie 328.600 t pflanzliche Öle (+1%) importiert.

Damit standen im Inland 5,69 Mio.t Getreide (-5%), 2,05 Mio. t Obst und Gemüse (+4%), 812.700 t Kartoffeln (-8%), 791.400 t Ölsaaten (+7%), 415.700 t Pflanzenöle (+5%), 2,45 Mio. hl Wein (+1%) und 9,21 Mio. hl Bier (±0%) als Nahrungs- und Futtermittel sowie als Rohstoff für die industrielle Verarbeitung (Food und Non-Food) zur Verfügung.

Aus der heimischen Landwirtschaft konnte der Bedarf an Wein zu 101%, an Getreide zu 86%, an Kartoffeln zu 80%, an Gemüse zu 56%, an Ölsaaten zu 48%, an Obst zu 40% und an pflanzlichen Ölen zu 27% gedeckt werden.

Agraraußenhandelsvolumen um 5% gestiegen

Gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2016/17 erhöhte sich das Agraraußenhandelsvolumen (pflanzliche und tierische Produkte) von 22,5 Mrd. auf 23,5 Mrd. Euro (+5%). Das entspricht einem Anteil von 7,9% am gesamten Außenhandelsvolumen (297,5 Mrd. Euro). Der Wert der Agrarimporte stieg von 11,7 Mrd. auf 12,1 Mrd. Euro (+3%), jener der Exporte von 10,8 Mrd. auf 11,4 Mrd. Euro (+6%).

Haupthandelspartner waren die EU-Mitgliedstaaten mit einem Anteil von 83% bei den Importen und 75% bei den Exporten. (aiz)