28.03.2019

Kartoffelmarkt: Heimische Lagerbestände schwinden sehr rasch

Die Vermarktungssituation bei Speisekartoffeln ist im Inland unverändert. Den Händlern werden zwar immer noch Erdäpfel in kleinen Mengen angeliefert, die Lagerbestände schwinden aber sehr rasch. Dazu trägt das extrem schlechte Verhältnis zwischen Rohware und verpackungsfähiger Ware bei. Mit fortschreitender Lagerdauer wird die Ausbeute immer geringer, berichtet die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau.

An der generellen Situation bei den Erzeugerpreisen hat sich keine Änderung ergeben, wobei für sehr schöne freie Ware auch höhere Preise geboten werden. In Niederösterreich werden Speisekartoffeln meist um 25 Euro/100 kg übernommen. Für drahtwurmfreie, kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel sind bis zu 30 Euro/100 kg zu erzielen. In Oberösterreich wurden zuletzt bis zu 29 Euro erlöst. Neben konventionellen Kartoffeln sollte auch das Angebot an Bioware aus Österreich noch bis Ostern reichen. Die Bereitstellung der vom Konsumenten gewünschten Kartoffelqualität ist im Biobereich ebenfalls die größte Herausforderung.

Wie in Österreich ist auch am deutschen Speisekartoffelmarkt der Lagerabbau heuer wesentlich weiter fortgeschritten als in durchschnittlichen Jahren. Die Versorgung mit eigener Ware dürfte auch bei unseren Nachbarn um vier bis sechs Wochen früher enden als üblich. Trotz des geringen Angebots zeigt die Preistendenz kaum mehr nach oben. Die Notierungen lagen im Bundesschnitt zuletzt bei 35-36,70 Euro/100 kg. Ergänzt wird das deutsche Angebot durch Importe aus Frankreich. Dennoch besteht Sorge, dass die Ware in den nächsten Wochen knapp werden könnte. (aiz)