14.03.2019

Köstinger: Bioökonomie zeigt uns den Weg aus der fossilen Gesellschaft

„Wir machen uns auf den Weg in eine erdölfreie Gesellschaft. Bis 2050 wollen wir eine weitgehend dekarbonisierte Gesellschaft erreichen. Die Bioökonomie-Strategie wird uns den Weg zeigen“, erklärte Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger gestern, Mittwoch, im Ministerrat, wo die Bioökonomie-Strategie beschlossen wurde.

Bioökonomie hat zum Ziel, mit fossilen Rohstoffen erzeugte Produkte dauerhaft durch gleichwertige Erzeugnisse aus nachwachsenden Rohstoffen zu ersetzen. Die Bundesregierung hat in der österreichischen Klima- und Energiestrategie, der #mission2030, die Erstellung einer Bioökonomie-Strategie vorgesehen.

„Den Klimawandel zu bewältigen, ist eine der größten globalen Aufgaben des 21. Jahrhunderts. Mit der österreichischen Bioökonomie-Strategie wird ein biobasierter Wirtschaftskreislauf angestrebt, der sich am natürlichen Stoffkreislauf orientiert und der Technologie und Ökologie in Einklang bringt“, so Köstinger. Die Strategie richtet sich an alle relevanten Akteurinnen und Akteure in diesem Bereich: an land- und forstwirtschaftlich Produzierende, Abfallentsorgende, die verarbeitende Industrie und ganz besonders an den Handel und die Verbraucher, die von den Vorteilen der biobasierten Produkte profitieren.

Die Bundesregierung hat sich mit der Bioökonomie-Strategie eine Vielzahl an Zielen gesetzt: zum einen die Reduktion der Abhängigkeit von nicht erneuerbaren Rohstoffen durch Erhöhung des Anteils erneuerbarer Quellen am gesamten Rohstoffeinsatz, zum anderen die Förderung von Innovation und wirtschaftlicher Entwicklung sowie die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen. Ferner sollen die nachhaltige gesellschaftliche Transformation unterstützt und nicht zuletzt die Klimaziele erreicht werden.

Rund 2.000 Experten aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft haben sich mittels Online-Konsultationen an der Erarbeitung der Bioökonomie-Strategie beteiligt. Gemeinsam mit der EU-Kommission wurde eine Bioökonomie-Konferenz durchgeführt.

„Auf Basis dieser Strategie erstellen wir nun bis Herbst 2019 einen Aktionsplan zur Umsetzung. Wir wissen, was wir tun müssen, jetzt erarbeiten wir, wie wir unseren Plan umsetzen und dabei die Gesellschaft und alle wichtigen Akteure mitnehmen“, so Köstinger abschließend. (aiz)