11.03.2019

Strategieprozess "Kulinarik Österreich" in Wien gestartet

Regionale, qualitativ hochwertige Lebensmittel liegen im Trend. Eine Vielzahl an Initiativen wurde in den letzten Jahren gegründet, mit dem Ziel, Österreichs Kulinarik zu fördern und zu stärken. Enormes Synergiepotenzial blieb ungenutzt, weil viele dieser Initiativen isoliert arbeiteten. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) das Netzwerk Kulinarik ins Leben gerufen. Die Plattform soll alle kulinarischen und regionalen Initiativen Österreichs bündeln und in eine gemeinsame Richtung weit erentwickeln.

"Die Konsumentinnen und Konsumenten wollen wissen, woher ihre Lebensmittel kommen, was sie kaufen und essen. Unser Umsetzungsauftrag an das Netzwerk Kulinarik ist deshalb, dass jeder Förder-Euro für regionale und kulinarische Initiativen zielgerichtet der verbesserten Wertschöpfung in der Landwirtschaft und im Tourismus zugutekommt. Daher brauchen wir diesen Strategie- und Leitbildprozess. Gemeinsam werden wir Österreich als die Kulinarik-Destination in Europa positionieren", eröffnet Elisabeth Köstinger, Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, den Diskussionsprozess.

Aufbauend auf dem "Masterplan für den ländlichen Raum" und dem "Plan T - Masterplan für Tourismus" startet ein Strategie- und Leitbildprozess mit allen Kulinarik-Initiativen. Neun Landeskonferenzen im März und April sollen sicherstellen, dass Ideen und Anregungen von möglichst vielen regionalen Initiativen einfließen.

Erste Landeskonferenz in Wien abgehalten


Gemäß dem Leitsatz "Aus der Region, für die Region, in die Welt" fand diese Woche in Wien die erste Landeskonferenz statt. In der Landwirtschaftskammer Wien erarbeiteten Akteure aus Produktion, Verarbeitung und Gastronomie sowie Interessenvertreter der Landwirtschaftskammer, Wirtschaftskammer und Stadt Wien strategische Ziele, zukünftige Entwicklungsoptionen und das Selbstverständnis der Kulinarik Österreichs.

Franz Windisch, Präsident der LK Wien, eröffnete die Landeskonferenz mit einem Appell an die Zusammenarbeit. "Wir müssen näher zu den Konsumenten. Für dieses Ziel brauchen wir effiziente Partnerschaften entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Wir müssen vom Nebeneinander zum Miteinander kommen", so Windisch.

Dazu Christina Mutenthaler, Leiterin der Vernetzungsstelle: "Der neue Weg der österreichischen Kulinarik kann nur durch eine gemeinsame strategische Ausrichtung und Vernetzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette erfolgreich sein. Zusammen mit den Schlüsselpersonen aus den Regionen entwickeln wir eine starke Basis als tragfähiges Fundament für unser gemeinsames Leitbild. So verstehen wir die Kulinarik-Strategie Österreich." Die Ergebnisse des Strategie- und Leitbildprozesses werden im Mai 2019 präsentiert. Weitere Informationen zum Netzwerk Kulinarik Österreich stehen im Internet unter www.netzwerk-kulinarik.at bereit. (aiz)