06.03.2019

Kartoffelmarkt: Lagerbestände gehen im Inland bald zu Ende

Am österreichischen Speisekartoffelmarkt werden die noch vorhandenen Lagerbestände kontinuierlich abgebaut. Auch ursprünglich für den Eigenbedarf gelagerte Kartoffeln finden nun den Weg von den Landwirten in den Handel. Exporte sind schon länger zum Erliegen gekommen. Trotzdem gehen die Lagerbestände sukzessive zu Ende, teilt die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau mit. Besonders die Mengen an festkochenden Kartoffeln werden bereits als sehr beschränkt beschrieben. Die qualitätsbedingten Aussortierungen bleiben unvermindert hoch. Trotz der knappen Warenverfügbarkeit besteht bei vielen Konsumenten kein Verständnis für die nachlassende Qualität der Ware. Ergänzt wird das heimische Angebot mittlerweile sowohl durch Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum als auch durch Ware aus Deutschland und Frankreich.

Die heimischen Erzeugerpreise bleiben weiter unverändert. In Niederösterreich werden Speisekartoffeln meist um 25 Euro/100 kg übernommen. Für drahtwurmfreie, kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel sind bis zu 30 Euro zu erzielen. In Oberösterreich wurden zuletzt bis zu 29 Euro/100 kg bezahlt.

Auch in Deutschland ist das Angebot an Speisekartoffeln bereits überschaubar. Interesse an den verbliebenen Knollen kommt neben den Abpackern auch vonseiten der Verarbeitungsindustrie. Das bereits kleine eigene Angebot wird in Deutschland ebenfalls immer stärker durch Lagerkartoffeln aus Frankreich ergänzt. Die französischen Erntemengen waren 2018 höher und auch die Qualitäten passen noch. Die deutschen Notierungen für Speisekartoffeln haben sich wieder leicht verbessert und lagen zuletzt im Bundesdurchschnitt bei 33 bis 34,50 Euro/100 kg. Ab der zweiten Märzhälfte wird mit einer Ergänzung des Angebots auch durch Importe aus Ägypten gerechnet. (aiz)