15.03.2018

China genehmigt Monsanto-Übernahme durch Bayer unter Auflagen

Bayer kommt bei der Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto weiter voran. Das chinesische Handelsministerium gab dem Zukauf am Dienstag unter Auflagen grünes Licht, berichtete Reuters. Bayer verpflichtete sich, nahezu sein gesamtes Geschäft mit Saatgut und Pflanzeneigenschaften abzugeben, einschließlich der Gemüsesaatgut-Sparte, sowie den Bereich mit dem Unkrautbekämpfungsmittel Glufosinat-Ammonium. Diese Veräußerungen seien mit der Vereinbarung und den laufenden Verhandlungen mit BASF abgedeckt, erklärte ein Bayer-Sprecher. Der Konzern wolle zudem allen chinesischen Softwareentwicklern im Agrarbereich einen "fairen, angemessenen und diskriminierungsfreien Zugang" zu seinem Digital-Farming-Angebot in China gewährleisten.

Insidern zufolge steht auch die EU-Kommission davor, die 62,5 Mrd. USD schwere Übernahme unter Auflagen zu genehmigen. Bayer hat sich mit BASF bereits darauf verständigt, an den Chemiekonzern Teile des Geschäfts mit Soja-, Baumwoll- und Raps-Saatgut sowie mit Breitband-Unkraut-Vernichtungsmitteln für knapp 6 Mrd. Euro zu veräußern. Zudem werden mit BASF exklusive Gespräche über den Verkauf des Gemüsesaatgutgeschäfts geführt. Zu den Auflagen der EU gehört Insidern zufolge auch, dass Bayer den Ludwigshafenern eine exklusive Lizenz für seine Plattform mit digitalen Daten für die Landwirtschaft anbietet.

Die EU-Kommission hatte ihre Prüfung wegen Wettbewerbsbedenken bis zum 5. April verlängert. Bayer will die Übernahme im zweiten Quartal unter Dach und Fach bringen.