11.10.2016

Terminankündigung: ÖKL-Praxisseminar Spülung und Reparatur von Drainagen am 9. November

Das ÖKL veranstaltet am 9. November in Baden bei Wien das Praxisseminar „Spülung und Reperatur von Drainagen“. Dafür hat das ÖKL mit Herrn DI Albert Spreu vom RKL in Rendsburg (D) einen ausgewiesenen Fachmann gewonnen.

Treffpunkt: 8:30 Uhr, BBK Baden und Mödling, Pfaffstättner Straße 3, 2500 Baden

Aus Gründen der Ökologie sind Neuanlagen selten geworden; dafür sind viele Anlagen in die Jahre gekommen, auch wenn bei sachgerechter Verlegung und Wartung der theoretische Abschreibungszeitraum von 30 Jahren weit überschritten werden kann. Die Bilder von in vernässten Stellen und darin versackten Maschinen sind spektakulär und verdeutlichen, wie aufwendig es z.B. ist, einen Mähdrescher – womöglich mit vollem Korntank – oder einen Rübenroder unbeschädigt zu bergen. Das Zusetzen von Drainagen, die in der Folge zu Vernässungen führen, kann mehrere Ursachen haben:

  • Die Maschinen sind schwerer geworden. Und wenn sich auch deren Gewicht auf breitere Reifen stützt, so reichen die sogenannten Druckzwiebel doch tiefer und können sich im ungünstigsten Fall über einer Drainage schneiden.
  • Es kann Sand eingeschlämmt und infolge zu geringen Gefälles nicht mehr abtransportiert worden sein.
  • Die gleichen Folgen hat es, wenn die Wurzeln tiefwurzelnder Kulturpflanzen wie Raps oder Luzerne oder von Bäumen durch Schlitze hineinwachsen.
  • Seltener und chemisch verursacht ist das Zusetzen infolge von sogenannten Verockerungen, also dem Ausfällen von Eisen.

Durch das Spülen der Drainage kann vorgesorgt und mitunter auch eine bereits eingetretene Verstopfung beseitigt werden. Wenn sie auf diese Weise nicht beseitigt werden kann, dann bleibt nur noch das Aufgraben! Das wird im günstigeren Fall mit einem Verlegungsplan erleichtert. Liegt er nicht vor, muss die Stelle mehr oder weniger aufwändig gesucht werden.

Beim Praxisteil auf einer Fläche bei Baden wird das Spülen und die Drainage-Inspektion mit einer Kamera demonstriert. Für den Fall, dass vorhandene Verstopfungen durch Spülen nicht beseitigt werden können, stehen ein Bagger und ein Pumpfass zur Wasserhaltung der aufgegrabenen Stellen bereit. Die Suche nach den Drainagesträngen gestaltet sich besonders praxisnah, denn für die Pachtflächen existieren teilweise keine Pläne mehr!