23.08.2016

Aktion "schauFELDER" und EU-Studie zeigen Notwendigkeit von Pflanzenschutz auf

Zum dritten Mal führt die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) heuer das Projekt "schauFELDER" durch. Dabei zeigt die Interessengemeinschaft gemeinsam mit den Österreichischen Jungbauern den Nutzen von Pflanzenschutzmitteln für eine produktive Landwirtschaft mit ausreichender Ernte und sicheren Lebensmitteln auf. "Mit der Aktion schauFELDER wird auf einem Blick klar: Bereiche, die nicht mit Pflanzenschutz bearbeitet wurden, weisen einen hohen Unkraut-, Pilz- und Schädlingsbefall auf. Die Kulturpflanzen sind zum Teil nicht mehr erkennbar. Das Ergebnis: Die Ernte wird geringer und auch die Qualität leidet extrem darunter", erklärte IGP-Obmann Christian Stockmar.

Der umsichtige und verantwortungsvolle Einsatz von Pflanzenschutzmitteln durch die Landwirte stelle einen wichtigen Schutz vor folgenschweren Ernteausfällen dar und sichere gesunde Lebensmittel. "Mit dieser Aktion können wir auch im heurigen Jahr den Nutzen und die enorme Bedeutung von Pflanzenschutzmitteln für die Landwirtschaft und den Konsumenten augenscheinlich machen", so Stockmar. Auf Tafeln können sich Interessierte über Sinn und Zweck des Projektes und den Pflanzenschutz informieren.

"Als Jungbauernschaft haben wir uns zum Ziel gesetzt, Landwirtschaft realistisch und unverfälscht darzustellen. Dazu gehört klarerweise auch das Thema Pflanzenschutz. Hierbei setzen die Landwirte die Mittel sorgsam nach dem Motto 'So wenig als möglich, so viel wie nötig' ein. Die nun umgesetzte Schautafel-Aktion soll in der Bevölkerung für mehr Verständnis für die Produktionsweise der Landwirtschaft sorgen", erklärte Stefan Kast, Bundesobmann der Österreichischen Jungbauernschaft, die Teilnahme am Projekt.

"schauFELDER" erstmals in Wien

Neben der Aktion auf den Feldern bringt die IGP das Projekt heuer auch erstmals nach Wien. Im Rahmen des Erntedankfestes des Bauernbundes stellt die IGP zwei Hochbeete aus, die den Besuchern den Unterschied zwischen behandelten und unbehandelten Kulturpflanzen zeigen. Das Erntedankfest findet am 10. und 11. September 2016 im Augarten statt.

Studie: Ohne Pflanzenzucht bräuchte EU 19 Mio. ha mehr Ackerland

Ohne Innovationen in der Pflanzenzüchtung würde die EU 19 Mio. ha mehr Ackerland brauchen, um die gleiche Menge an Lebensmitteln produzieren zu können. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle EU-Studie, die gleichzeitig vor schwierigen politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen warnt. "Die Analysen zeigen, dass Innovationen in der Pflanzenzucht die Gesamtproduktivität des EU-Ackerbaus um 74% steigern sowie Hunger und Unterernährung weltweit verringern", erklärte Pekka Pesonen, Generalsekretär des EU-Dachverbandes der EU-Landwirte- und -Genossenschaften COPA-COGECA.

Aus der Studie geht überdies hervor, dass genetische Verbesserungen bei Kulturpflanzen die europäische Wirtschaft erheblich ankurbeln und das Bruttoinlandsprodukt der EU um über 14 Mrd. Euro steigern. Zudem schaffen sie Wachstum sowie Arbeitsplätze in der Europäischen Union und erhöhten das Jahreseinkommen der Landwirte - in den vergangenen 15 Jahren um geschätzte 30%. Der Nutzen für die Umwelt zeigt sich in der Erhaltung knapper Bodenressourcen sowie in höheren Erträgen.