24.08.2015

Kärntner Bauern von Engerlingplage betroffen – Mechanische und biologische Bekämpfung nötig

Einige Kärntner Regionen werden derzeit von einer Engerlingplage heimgesucht, berichtete Mitte August Agrarlandesrat Christian Benger. "100 Engerlinge und mehr pro Quadratmeter Erdreich in der Gemeinde Reißeck – das ist nur ein Beispiel für die derzeitige Situation. Wir müssen Maßnahmen setzen, weil die Engerlinge die Pflanzenwurzeln abfressen und das Grünland schädigen", so Benger. Das könne in Hanglangen zu gefährlichen Situationen führen. Beim Mähen seien Landwirte mit ihren Traktoren schon abgerutscht, weil die Bodenhaftung durch die fehlenden Pflanzenwurzeln nicht mehr gegeben sei.

"Besonders betroffen vom Engerling- beziehungsweise Feldmaikäferbefall sind das Obere Drautal, das Gailtal und die Gemeinde Reißeck. Aber auch in den Bezirken Wolfsberg und St. Veit gibt es jetzt den Anstieg bei den Schädlingen. Als Maßnahme gegen die Plage bleiben nur mechanische und biologische Bekämpfungsmethoden. Wir sind dabei, aus dem Agrarreferat finanzielle Mittel dafür bereit zu stellen", sagt Benger. Als biologische Waffe gegen den Wurzel-Vielfraß wird eine Pilz-Gerste ausgebracht. Derzeit werden die Flächen erhoben, die Ausbringung soll noch im August erfolgen.

Die Ausbringung der Pilz-Gerste, die Bearbeitung der Böden sowie die neue Aussaat im Grünland werden derzeit allein in Reißeck mit mehr als 37.000 € beziffert. Der Pflanzenbaudirektor der Landwirtschaftskammer, Markus Tschischej, ist derzeit mit Mitarbeitern in den betroffenen Gebieten unterwegs. aiz