20.08.2020

IGP begrüßt Entscheidung der EU-Kommission zu Glyphosat

Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) unterstützt die Entscheidung der EU-Kommission gegen ein Totalverbot von Glyphosat und sieht darin eine Absage an Populismus und verantwortungslose Panikmache. In ihrer Stellungnahme beurteilt die EU-Kommission den österreichischen Gesetzesvorschlag als nicht EU-rechtskonform.

Nach der Entscheidung der EU-Kommission mahnt die IGP nun wieder zu mehr Sachlichkeit im Agrardiskurs. „Die Landwirtschaft und Eigenversorgung Österreichs sollten nicht für das Wechseln politischen Kleingeldes missbraucht werden“, so Christian Stockmar, Obmann der IGP. Er verweist dazu auf das laufende Wiederzulassungsverfahren für Glyphosat, das 2022 abgeschlossen sein wird. In dieses fließen alle wissenschaftlichen Erkenntnisse ein und es ist vollkommen transparent. In Studien und Sitzungsprotokolle kann jederzeit Einsicht genommen und die Abarbeitung nachvollziehbar mitverfolgt werden.

Glyphosat mit hohem agronomischem Nutzen

Unkräuter sind gemessen an den Ertragsverlusten der bedeutendste Schadfaktor, da sie den Pflanzen Nährstoffe, Licht, Wasser und Raum nehmen. Auch für den Klima-, Boden- und Erosionsschutz leistet Glyphosat einen wichtigen Beitrag, indem es bodenschonende und humusbildende Anbauverfahren wie die Direkt- und Mulchsaat gewährleistet. Glyphosat wird dazu vor oder kurz nach der Saat ausgebracht und kommt mit der Kulturpflanze nicht in Berührung, erklärt die IGP. (aiz)