14.07.2020

Kartoffelmarkt: Inländisches Angebot bleibt reichlich

Die Situation am österreichischen Frühkartoffelmarkt bleibt angespannt. Bundesweit laufen die Rodearbeiten auf Hochtouren. Nach wie vor ist man mit der Räumung von Flächen mit Frühsorten beschäftigt. Bei meist guten bis sehr guten Erträgen ist das Angebot entsprechend reichlich, berichtet die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau. Neben den frühen Sorten stehen auch immer mehr Anschlusssorten zum Roden an. Bei den späteren Sorten scheinen die Ansätze der Kartoffelstauden und somit auch deren Ertragspotenzial aber schwächer auszufallen.

Der Absatz im heimischen Lebensmittelhandel läuft für die Jahreszeit durchaus zufriedenstellend. Die Umsatzzahlen in der Gastro- und Großküchenverpflegung bleiben hinter den letzten Jahren zurück. Der Druck auf die Erzeugerpreise hält angebotsbedingt weiter an. In Niederösterreich, im Burgenland und in der Steiermark wurden zu Wochenbeginn für mittelfallende Ware meist 15 Euro/100 kg bezahlt. Für Übergrößen lagen die Preise zuletzt nur mehr bei 8 bis 10 Euro/100 kg. Aus Oberösterreich wird ebenfalls von einem reichlichen Angebot berichtet. Die Preise gaben letzte Woche ebenfalls nach. Zu Wochenbeginn wurden bis zu 22 Euro erlöst.

In Deutschland zeigt sich der Frühkartoffelmarkt nach wie vor sehr unspektakulär. Bei einer generell guten Nachfrage und einem überschaubaren Angebot (infolge der nur langsam zunehmenden Schalenfestigkeit) bleibt der Markt recht ausgeglichen. Es gibt momentan auch keinen großen übergebietlichen Wettbewerb und auch keine Störfeuer durch billige Importe. Bei generell unterdurchschnittlichen Erträgen bei den Frühsorten schreitet die Flächenräumung entsprechend rasch voran. Dennoch steigt auch in Deutschland der Druck, die Preise zu senken, obwohl es angebotsseitig dafür keinen Anlass gibt. Die Erzeugerpreise gaben zuletzt nach, liegen aber weiterhin deutlich über dem österreichischen Niveau. Zu Wochenbeginn wurde für festschalige Ware 34 bis 36 Euro/100 kg bezahlt. (aiz)