08.06.2020

Brexit: COPA-COGECA für Übergangsregeln

Die vierte Verhandlungsrunde zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich ist ohne Fortschritte zu Ende gegangen. Der europäische Dachverband der Bauern- und Genossenschaften, COPA-COGECA, warnt vor einem drohenden „No Deal“ und regt Übergangsregelungen an, damit der Agrar- und Lebensmittelhandel am 31. Jänner 2021 nicht einbricht. Die britische Seite bewege sich nicht, beklagte EU-Unterhändler Michel Barnier. Zwar sei das Vereinigte Königreich einverstanden, zumindest Rückschritte bei den Standards für Lebensmittel zu verhindern, aber festschreiben wollen die Briten das in einem Handelsvertrag nicht, weil sie den Verlust ihrer nationalen Eigenständigkeit befürchten.

Es müsse beim quoten- und zollfreien Agrar- und Lebensmittelhandel bleiben, mahnt COPA-COGECA an. Ein fairer Wettbewerb und eine gemeinsame Entwicklung von Standards seien dafür Voraussetzung. Dazu müsse die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) eng mit der britischen Food Standards Agency (FSA) zusammenarbeiten. Übergangsregelungen brächten mehr Zeit, schwierige Punkte in Ruhe beraten zu können, so der Dachverband. Ende Juni soll mit weniger Beteiligten weiterverhandelt werden, um den Bewegungsspielraum besser ausloten zu können, kündigte Barnier an. (aiz)