17.12.2019

Startschuss der Initiative „Lebensmittel.Wertschätzen.“

Lebensmittel sind kostbar. Ihnen kommt gerade jetzt in der Weihnachtszeit bei den Konsumenten hohe Relevanz zu. Die laufenden Regierungsverhandlungen legen den regulativen Rahmen für die Wertschätzung und Wertigkeit österreichischer Lebensmittel in den nächsten Jahren fest. Laut aktuellen Zahlen von Eurostat geben die heimischen Verbraucher rund 9,7 % ihres verfügbaren Haushaltsbudgets für Lebensmittel aus. Damit liegt Österreich im EU-Vergleich nur auf dem viertletzten Platz.

Faktoren wie Regionalität, Saisonalität oder Qualität von Lebensmitteln sind vielen Konsumenten bereits wichtig. Die Initiative „Lebensmittel.Wertschätzen.“ verfolgt nun das Ziel, den Wert heimischer Lebensmittel noch intensiver zu vermitteln, damit diesen beim täglichen Einkauf der Konsumenten ein noch höherer Stellenwert beigemessen wird.

„Um den österreichischen Lebensmitteln auch ihren verdienten Wert zu geben, ist es wesentlich, von der Preisdiskussion wegzukommen und eine Kaufentscheidung zu Gunsten regionaler Lebensmittel zu unterstützen“, erklärt Handelsverband-Vizepräsident Frank Hensel das Ziel der neuen Initiative „Lebensmittel.Wertschätzen.“

Schulterschluss der Wertschöpfungskette zur Förderung heimischer Lebensmittel

Der heimische Handel arbeitet hierfür u.a. mit wertvollen Initiativen wie „Land schafft Leben“, „Lebensmittel sind kostbar“ oder der „Supply Chain Initiative“ zusammen, um die 165.000 Bauernhöfe in Österreich bestmöglich zu unterstützen und gemeinsam mit allen Partnern in der Lebensmittel-Wertschöpfungskette eine nachhaltige, lokale Produktion zu fördern.

„Wege zum Ziel gibt es viele. Um den sinnvollsten zu wählen, möchten wir allen Partnern der nationalen Lebensmittel-Wertschöpfungskette den Dialog auch in diesem Rahmen anbieten“, sagt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes.

Österreich als EU-weiter Vorreiter im Bereich Lebensmittelqualität

Die österreichischen Umwelt- und Tierschutzstandards sind so hoch wie in kaum einem anderen Land. Daher setzt der heimische Lebensmittelhandel in vielen Bereichen auf österreichische Produkte – häufig zertifiziert mit dem AMA Gütesiegel. In den Regalen findet sich eine Vielzahl an regional und lokal produzierten Qualitätsprodukten aus biologischem Anbau. Der Handel trägt damit entscheidend zum Erhalt landwirtschaftlicher Strukturen und Produzenten in Österreich bei. Er fördert eine lokale, regionale Produktion und bietet für heimische Landwirte substanzielle Absatzchancen.

Heute hat Österreich den EU-weit höchsten Bio-Anteil im Lebensmittelhandel. Im Bereich der Milchprodukte stammen Eigenmarken zu 95 Prozent aus österreichischer Produktion, bei den Backwaren liegt der Anteil bei 90%, bei Fleisch sind es rund 70%, und bei Obst und Gemüse liegt der Lebensmittelhandel im Jahresschnitt bei rund 50 bzw. in den Sommermonaten bei über 75%.

Handel unterstützt Plan für ein klimaneutrales Europa bis 2050

Der heimische Handel lebt „Green Commerce“ im EU-Vergleich bereits vorbildhaft. Der Handelsverband hat hierzu als bundesweiter Sprecher und Partner des Handels eine eigene Nachhaltigkeits-Initiative lanciert und unterstützt den European Green Deal der EU-Kommission für ein klimaneutrales Europa bis 2050.

Die Initiative „Lebensmittel.Wertschätzen.“ freut sich auf weitere Teilnehmer und vereint folgende österreichische Lebensmittelhändler unter ihrem Dach: REWE International AG, SPAR Österreichische Warenhandels-AG, HOFER KG, LIDL Österreich GmbH, Metro Österreich GmbH, Transgourmet / TOP-TEAM Zentraleinkauf GmbH, Unimarkt Handels-GmbH, dennree Naturkost GmbH. (ots)