03.12.2019

Auftakt des UN-Jahres der Pflanzengesundheit: Heimische Züchter forschen an vitalen Pflanzen, die an Klimawandel und seine Auswirkungen besser angepasst sind

Im Dezember 2018 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen das Internationale Jahr der Pflanzengesundheit (IYPH) ausgerufen. Damit soll ein stärkeres Bewusstsein für die Wichtigkeit gesunder Kulturpflanzen als Beitrag zur weltweiten Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln, zur Reduzierung von Armut, zum Schutz der Umwelt und als wichtiger Treiber der wirtschaftlichen Entwicklung geschaffen werden. Saatgut Austria unterstützt die Initiative und verweist auf den wichtigen Beitrag der heimischen Züchter und der Saatgutwirtschaft zu gesunden Pflanzen: „Die Pflanzenzüchtung ermöglicht leistungsfähigere, resistentere und damit auch gesündere Pflanzen. Es ist vor allem die Pflanzenzüchtung, die die stärkere Ausbreitung von Schadfaktoren bedingt durch den Klimawandel antizipiert und Pflanzen resistenter macht“, unterstreicht Michael Gohn, Obmann von Saatgut Austria, zur gestrigen Auftaktveranstaltung.

„Die heimischen Züchter forschen intensiv an gesünderen und vitalen Sorten. Dabei stehen stressverursachende Aspekte im Vordergrund, die die Pflanzen anfälliger für Schadfaktoren machen, sowie Resistenzen gegen Krankheiten und Schädlinge“, betont Gohn. So sind rund zwei Drittel der Sommergerstensorten in der Sortenliste weitgehend resistent gegen Mehltau sowie gegen Zwergrost. Krankheitserreger aber auch Schädlinge können Resistenzen jedoch überwinden. Daher sind Landwirte auf immer neue Resistenzen in den Sorten angewiesen und dafür braucht es eine innovative Pflanzenzüchtung in Österreich. „Die heimische Züchtung gewährleistet eine effiziente Landwirtschaft, die die vorhandenen Ackerflächen optimal nützt. Die verbesserte Genetik in Hinblick auf den Klimawandel bringt in der Praxis allerdings nur dann etwas, wenn gesundes und vitales Saatgut verwendet wird. Original-Saatgut garantiert hohe Saatgutqualität und zudem gesunde und qualitativ hochwertige Sorten und Bestände“, so Gohn. (Saatgut Austria)