21.11.2019

Genossenschaft LGV Sonnengemüse verzeichnet Umsatzplus von 12%

Für die seit September fusionierten Erzeugergemeinschaften LGV-Frischgemüse und SSG (Seewinkler Sonnengemüse), die künftig als „LGV Sonnengemüse eingetragene Genossenschaft“ für 150 Familienbetriebe aus den besten Gemüseanbauregionen Österreichs steht, ist das Jahr auch wirtschaftlich äußerst positiv verlaufen. So konnte mit einem Erntevolumen von rund 43.000 t (+ 2.000 t gegenüber dem Vorjahr) der Umsatz um 12 % auf über 83 Mio. Euro gesteigert werden - das beste Ergebnis seit Bestehen der LGV. Damit steht nach fünf Saisonen erstmals wieder ein Plus vor dem Jahresergebnis. Die Nachfrage nach regionalem Frischgemüse steigt kontinuierlich. In der kommenden Saison werden die Gärtner in und um Wien sowie die Gemüsebauern aus dem Seewinkel die Konsumenten gemeinsam mit frischen, regionalen und schmackhaften Produkten versorgen.

Vorstand Josef Peck will im Zuge der Genossenschaftsfusion eine strategische Reorganisation schaffen: „Für 2020 liegt der Fokus auf der Festigung des Kerngeschäftes, nämlich der Erzeugung von Frischgemüse, sowie darauf, Innovationen auf den Markt zu bringen.“ Er setzt dabei auf hohe Qualitätsorientierung bei den Produkten und deren Erzeugung sowie auf die stärkere Vernetzung von Vertrieb und Marketing. „Gemüse gewinnt in unserer Ernährung zunehmend an Bedeutung, und speziell Waren aus heimischer Herstellung liegen voll im Trend. Das Bewusstsein der Verbraucher für eine nachhaltigere Lebensführung, wobei auch das gemeinsame Kochen und Essen eine immer wichtigere Rolle spielt, wird in Zukunft eine höhere Nachfrage nach österreichischem Gemüse zur Folge haben“, sieht Peck dabei den größten Vorteil in den Erzeugnissen selbst und bei den familiengeführten Betrieben.

Schwerpunkt liegt auf regionalem Frischgemüse

Der Fokus bei Produktion und Vermarktung liegt auf Fruchtgemüse. Die drei wichtigsten Warengruppen sind Gurken (17.000 t), Paradeiser (12.000 t) und Paprika (7.000 t), die in einer sehr großen Sortenvielfalt kultiviert werden. Sie liefern über 80 % des Gesamtumsatzes. Daneben werden weitere 40 Gemüsearten wie Salate, Radieschen, Jungzwiebel, Zucchini, Frühkartoffel, Chinakohl, Kohl, Karfiol etc. sowie zusätzlich auch verschiedenste Topf- und Schnittkräuter vermarktet.

Besonderes Augenmerk wird auf Anbauversuche und die Reaktivierung alter Sorten gelegt. Ziel ist es, neue, gut schmeckende Gemüsearten zu finden, die in den Folgejahren nachhaltig produziert werden können und so den Weg ins Regal des Einzelhandels finden. Außerdem wird weiterhin an einer sinnvollen Verpackungsreduktion gearbeitet. Seit dem Vorjahr kann der Lebensmitteleinzelhandel Snackgemüse lose von LGV beziehen. Am Point of Sale (POS) werden den Konsumenten Papiersackerl zur Verfügung gestellt. Bei diversen Tassen wurde bereits auf Karton umgestellt. Dort, wo Kunststoff derzeit noch unvermeidbar ist, kommt recyclebares Material zum Einsatz. Im LGV-eigenen Gärtnergschäftl in der Kettenbrückengasse im 4. Wiener Gemeindebezirk wird Gemüse ausschließlich ohne Verpackung angeboten. (aiz)