14.11.2019

Kartoffelmarkt: Erzeugerpreise im Inland weiterhin stabil

Am überwiegend ruhigen Geschäftsverlauf am österreichischen Erdäpfelmarkt hat sich nichts geändert. Nur vereinzelt sorgen Aktionen im Lebensmitteleinzelhandel für den einen oder anderen Impuls auf der Absatzseite. In den nächsten Wochen dürften die Umsätze stetig steigen, um kurz vor Weihnachten ihren Höhepunkt zu erreichen. Auch am Exportmarkt gibt es noch keine Bewegung. Das Interesse von potenziellen Importländern ist überschaubar. Zudem liegen die Preise der westeuropäischen Mitbewerber noch unter dem österreichischen Niveau. Ausfuhren könnten daher nur bei entsprechenden Preiszugeständnissen getätigt werden. Am Erzeugerpreisniveau gibt es gegenüber der Vorwoche keine Änderung, teilt die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau mit. In Niederösterreich wurde zu Wochenbeginn ein Preisband von 22 bis 28 Euro/100 kg je nach Sorte und Qualität genannt. Aus Oberösterreich wurden ebenfalls unveränderte Erlöse von bis zu 28 Euro/100 kg gemeldet.

Die Speisekartoffelernte in Deutschland ist mittlerweile beendet und die Landwirte sind jetzt mit der Einlagerung und Sortierung beschäftigt. Angebot und Nachfrage stehen einander aktuell relativ ausgeglichen gegenüber. Für durchgeschwitzte Lagerware konnten sich Preisaufschläge durchsetzen. Die Qualitäten sind heuer durchwegs in Ordnung. Problematisch sind aber die stark differenzierenden Knollengrößen. Von nicht beregneten Flächen kommen oft sehr kleine, von beregneten Feldern zu große Knollen. Nachfrageseitig wird von regen Bestellaktivitäten aus dem In- und Ausland berichtet. Im Bundesdurchschnitt lagen die Preise zuletzt zwischen 20,50 und 22,50 Euro/100 kg. (aiz)